Das Konzept zur Eingewöhnung basiert darauf, dass wir jedem Kind seinen eigenen Rhythmus zugestehen. Manche Kinder kommen mit der neuen Situation und den neuen Anforderungen schneller zurecht, andere brauchen mehr Zeit. Die Kinder sind so unterschiedlich wie wir Erwachsene auch. Also gehen wir auch bei der Eingewöhnung individuell auf Eltern und Kind ein.

 

Für die Eingewöhnungszeit nehmen sich die Eltern/ Bezugspersonen die Zeit, dem Kind die Unterstützung zu geben, die es benötigt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Eltern und uns ist für die Eingewöhnung sehr wichtig. Eltern kennen ihr Kind besser als jeder andere, und wir wissen um die Bedürfnisse von Kindern in diesen Übergangsphasen. Wir informieren die Eltern über alles, was wir wahrnehmen und wir werden dafür sorgen, dass wir immer unser Handeln mit euch besprechen.

 

Eine gute, beidseitige Kommunikation ist unerlässlich. Wenn Fragen auftauchen, an einer Stelle die Meinungen auseinandergehen oder Anliegen vorhanden sind haben wir ein offenes Ohr. Wir möchten, dass ihr ganz sicher seid, dass euer Kind hier in der „Wilden 13“ in den besten Händen ist.

 

Während der Eingewöhnung ist es wichtig, dass eine feste Bezugsperson das Kind konstant über die Zeit begleitet. Diese wird im Folgenden als „Elternteil“ bezeichnet.

 

In der Regel stehen dem Kind während und nach der Eingewöhnung alle pädagogischen Fachkräfte als Bezugsperson zur Verfügung und das Kind kann sich eine Bezugsperson aussuchen.

 

Ablauf der Eingewöhnung


Wir orientieren uns am sogenannten „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Dabei gehen wir auf jedes Kind individuell ein und passen den Ablauf und die Geschwindigkeit der Eingewöhnung an das Kind an. Durch tägliche kurze Gespräche halten wir uns gegenseitig über die Fortschritte auf dem Laufenden.

1.)

An den ersten Tagen der Eingewöhnung kommt das Kind in Begleitung eines Elternteils für jeweils 1 bis 2 Stunden zur „Wilden 13”. Das Elternteil begleitet das Kind und unterstützt es dabei mit uns Kontakt aufzunehmen. Die Anwesenheit eines Elternteils gibt ihm die Sicherheit, die es benötigt, um seine neue Umgebung zu erkunden. Wir besprechen täglich mit dem Elternteil, wie wir die Reaktionen vom Kind einschätzen und wie wir uns die nächsten Schritte vorstellen.

2.)

Das Elternteil begleitet das Kind weiterhin, bleibt aber auf unserem Sofa sitzen, sodass das Kind die Räumlichkeiten selbständig mit den anderen Kindern oder auf eigene Faust erkunden kann. Die räumliche Trennung gibt dem Kind die Möglichkeit ein Sicherheitsgefühl und ein stabiles Vertrauensverhältnis zu uns aufzubauen. In dieser Phase beginnen wir das Elternteil behutsam beim Trösten abzulösen und übernehmen langsam alltägliche Aufgaben wie An- und Ausziehen, Wickeln und helfen wenn nötig beim Essen.

Wir nutzen die erste Woche, um das Kind zu beobachten und in täglichen Gesprächen mit den Eltern kennen zu lernen. Diese Gespräche sollen auch das Vertrauen zwischen Eltern und Einrichtung stärken.

Die Abwesenheit wird so erweitert, dass das Elternteil die Einrichtung verlassen kann. Bleibt aber erreichbar, sodass es zurückkommen kann, falls das Kind mit der Abwesenheit überfordert ist.

 3.)

Wenn das Kind einen ganzen Vormittag ohne Elternteil in der Einrichtung verbringen kann, bleibt es über Mittag und isst mit uns. Nach dem Mittagessen wird es dann abgeholt.

4.)

Wenn das Kind dazu bereit ist, schläft es nach dem Essen auch bei uns in der „Wilden 13”.

Wenn das Kind einen ganzen Tag ohne Begleitung bei uns verbringt, ist die Eingewöhnung abgeschlossen.

Der Zeitraum jeder Eingewöhnung ist unterschiedlich, da jede Eingewöhnung individuell verläuft. Die Anwesenheit des Elternteils wird in der letzten Phase nicht immer notwendig sein. Aber es sollte immer möglich sein, dass das Elternteil in die Einrichtung kommt, um das Kind zu begleiten oder abzuholen, wenn es mit einer Situation überfordert ist und sich nicht trösten lässt.

 

Zusatz:

Wenn das Kind bis zum Start der Eingewöhnung noch keine Trennung kennen gelernt hat, werden wir uns ergänzend am Münchner Eingewöhnungsmodell orientieren. Dieses sieht vor, dass eine erste Trennung frühestens am sechsten Tag stattfindet. Die begleitende Bezugsperson und das Kind bleiben gemeinsam zwei Stunden pro Tag bei uns in der Gruppe. In dieser Zeit wird das Kind nicht von einer Fachkraft eingewöhnt, sondern von den anderen Kindern der Gruppe aufgenommen und ins Gruppengeschehen eingeführt. Die Fachkräfte nutzen die erste Woche, um das Kind zu beobachten und in täglichen Gesprächen mit den Eltern kennen zu lernen. Diese Gespräche sollen auch das Vertrauen zwischen Eltern und Einrichtung stärken. Ab der zweiten Woche übernehmen alle Fachkräfte (und nicht nur eine Bezugsfachkraft) die hygienischen und täglichen Aufgaben, wie Windeln, Anziehen, Trösten und Füttern. Nun beginnen auch die Fachkräfte das Kind aktiv zum Spielen zu bewegen und orientieren sich dabei an den Vorlieben und Stärken des Kindes.

 

Nach ca. zwei Wochen ist das Kind mit dem täglichen Ablauf soweit vertraut, dass die Bezugsperson sich aus der Gruppe entfernt und den Raum frei gibt für die Fachkräfte



Wir freuen uns auf eine spannende Eingewöhnung und auf das neue Wilde-13-Kind!